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Wann helfen Potenzpillen als Problemlöser?

Wann helfen Potenzpillen

Wenn es das erste Mal passiert, denkt sich Mann oft noch nicht allzu viel dabei:

Es könnte einfach an der Erschöpfung liegen, dem Stress und der Überforderung der letzten Tage und Wochen, wenn der Körper des Mannes beim Sex nicht so funktioniert wie er soll.

Bei manchen Männern kündigt sich eine nachlassende Erektionsfähigkeit oft über einen längeren Zeitraum an. Dennoch werden die ersten Anzeichen meistens noch ignoriert.

Sobald sich diese extremst unerwünschten und gefürchteten Situationen häufen werden sie als sehr besorgniserregend empfunden. Dann dauert es auch nicht lange und Potenzpillen als „Problemlöser“ werden in Erwägung gezogen.

Kennst du schon meinen Blogbeitrag über das Männerhormon Testosteron?

Wie wurde die Potenzpille entdeckt und was bewirkt sie?

Über 20 Jahre ist es her, dass durch Zufall die „blaue Pille für den Mann“ entdeckt wurde. Ursprünglich als Herzmedikament entwickelt, haben Männer während der Testphase des Arzneimittels über erfreuliche Erektionen berichtet. Das war ein Segen für so manchen Mann und seine PartnerInnen!

Ein Segen auch für den Pharmakonzern Pfizer, erwirtschaftete dieser mit seiner „Erfindung“ doch einen Milliardengewinn. Insgesamt sollen bereits mehr als 64 Millionen Männer über drei Milliarden Pillen konsumiert haben. (Stand 2020)

In der Zwischenzeit ist das Patent jedoch abgelaufen und es gibt Produkte mit vergleichbarem Wirkstoff am Markt, die je nach Bedarf unterschiedlich dosiert werden können, was von der Anwendung sehr vorteilhaft sein kann.

Damals wie heute müssen Männer für das verschreibungspflichtige Medikament zum Arzt pilgern und sind gezwungen, über ihre Beschwerden zu reden. Durch Viagra wurden daher instabile Erektionen (erektile Dysfunktion) schlagartig nicht nur besser behandelbar, sondern waren auch von einem Tag auf den anderen kein Tabuthema mehr!

In neuerer Zeit sind auch homöopathisch wirkende, potenzsteigernde Präparate am Markt, die sehr stark beworben werden. Mit der Botschaft über „gesunde Potenzmittel“ kann also offensichtlich viel Geschäft gemacht werden!

Ebenso werden Nahrungsergänzungen zur Verbesserung der Potenz angepriesen. Natürlich kann auch mit Nahrungsergänzungen auf vielen Ebenen ein gewisses Nährstoffdefizit ausgeglichen werden.

Wie stark die Wirkung in einem Fall von Potenzschwäche tatsächlich ist wage ich nicht zu beurteilen, Erfahrungswerte oder eine unabhängige Studie dazu fände ich aber sehr interessant!

Was eine Potenzpille nicht kann

Eine Potenzpille macht aus Ihnen (oder Ihrem Partner) noch keinen guten Liebhaber. Dennoch kann durch eine bessere Erektionsfähigkeit das Selbstbewusstsein soweit gestärkt werden, dass Männer insgesamt sexuell aktiver sind.

Ebenso wird das sexuelle Verlangen (die Libido) durch die „blaue Pille“ nicht gesteigert. Ein Mann muss schon Lust empfinden, damit die unterstützende Wirkung des Medikaments überhaupt einsetzen kann. Allerdings kann durch die erektionsfördernde Wirkung von Potenzpillen die sexuelle Zufriedenheit beider Partner verbessert werden.

Die Auswirkungen eines ungesunden Lebensstils auf die Potenz wie Rauchen, Stress, wenig Schlaf, Übergewicht und kein Sport können medikamentös nicht kompensiert werden. Regelmäßige Bewegung bspw. fördert die Durchblutung und ist daher ein wichtiger Faktor für die körperliche und sexuelle Gesundheit.

Wie bei jedem Arzneimittel können auch Potenzmittel unerwünschte Nebenwirkungen haben bzw. gibt es Kontraindikationen bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten (zB. Blutdrucksenkern). Die erste Ansprechperson bei Erektionsproblemen sollte daher immer ein Facharzt für Urologie sein!

Psychische Belastungen verhindern oft den Spaß an der Freude

Nicht nur physiologische, sondern auch psychische oder soziale Faktoren können für die männliche Erektionsfähigkeit eine große Rolle spielen. Andauernder Leistungsdruck, Stress, Anspannung, mangelnder Selbstwert, Schuldgefühle, Scham, Beziehungsprobleme, Lebenskrisen oder auch Übersättigung durch pornographisches Bildmaterial können dazu führen, dass nichts mehr geht.

Sexuell aktiv bis ins hohe Alter

„Ich bin jetzt nicht impotent, aber ich bin weniger triebhaft!“

Jack Nicholson

Es ist in der Zwischenzeit allgemein bekannt, dass Frauen und Männer bis ins hohe Alter sexuell aktiv sein können – und auch sind. Dennoch verändert sich die Sexualität im Laufe des Lebens und statt „schneller, höher, geiler“ gewinnen Nähe, Vertrauen, Berührung und „Soul-Sex“ an Bedeutung.

Den Frauen kommt das nur zu Gute, benötigen sie doch tendenziell eine längere Anlaufzeit, um in Stimmung zu kommen. Für Frauen gibt es auch keine vergleichbaren Potenzmittel wie Viagra am Markt – und wird es wohl auch nicht so bald geben.

Sogar die Wissenschaftler sind sich darin einig, dass das komplexe, sexuelle Erleben von Frauen nicht mit einem einzelnen medikamentösen Wirkstoff verbessert werden kann!

Sexualberatung hilft!

Egal ob Mann oder Frau, bei sexuellen Störungen hilft kein totschweigen. Auch wenn es viel Überwindung bedeuten mag, reden Sie besser gleich mit mir als Expertin!

In der Sexualberatung können wir Ihre belastenden Themen besprechen und an einer guten Lösung für eine zufriedenstellende Sexualität arbeiten.

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1 Kommentar zu „Wann helfen Potenzpillen als Problemlöser?“

  1. Danke dafür. Es ist wichtig, dass Männer verstehen, dass Potenzpillen zwar helfen können, aber nicht die Grundprobleme lösen. Hier sind zwei interessante Artikel über die Nebenwirkungen von Potenzmitteln, die man auf jeden Fall auch berücksichtigen sollte.

    https://www.doktorabc.com/de/maennergesundheit/erektionsstoerungen/potenzmittel/potenzmittel-nebenwirkungen und https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Unerwuenschte-Wirkung-Potenzmittel-Tadalafil-verursacht-Exanthem-am-ganzen-Koerper-446567.html

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