fbpx

ICH-Botschaften statt Streit und Vorwürfe

ich-botschaften

Letzte Woche habe ich in meiner Praxis mit einem Paar gearbeitet, dass sich ständig in gegenseitige Vorwürfe verstrickt.

Das eskaliert dann schnell zu einem heftigen Streit oder innerlichem Rückzug und es fallen so Sätze wie:

  • Nie hast du mich gefragt….
  • Immer lässt du mich warten….
  • Du hörst mir nicht zu…
  • Ist ja typisch, dass ich mich wieder um den Hund / den Haushalt / die Termine kümmern muss….
  • Du interessierst dich ja gar nicht dafür, wie es mir geht!

Wer kennt das nicht aus seiner Partnerschaft?

Selbst wenn die Tatsachen stimmen, werden solche Botschaften vom Partner IMMER als Vorwurf und Schuldzuweisung empfunden und er oder sie wird entsprechend beleidigt oder aggressiv darauf reagieren.

Daraus können sich keine klärenden Gespräche und konstruktive Lösungen ergeben, die für eine gute Partnerschaft so wichtig sind!

Ganz im Gegenteil entsteht ein Kreislauf aus Vorwürfen, Schuldzuweisungen, aggressivem Verhalten oder Tränen. Was bleibt ist das Gefühl, nicht verstanden zu werden.

Viele Paare stellen sich dann die Frage, ob ihre Beziehung überhaupt noch Sinn macht. Ob sie je wieder in der Lage sein werden, gemeinsam zu lachen, zu kuscheln und das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu genießen.

Wenn sie schon bei so kleinen Alltagsdingen keinen Konsens finden können, wie soll das dann erst recht bei den großen, wichtigen Entscheidungen funktionieren?

ICH-Botschaften sind verbindend

Dagegen wirken ICH-Botschaften verbindend und de-eskalierend. Sie vermitteln die eigene, subjektive Wahrnehmung statt einer Schuldzuweisung. Statt Vorwürfen ermöglichen sie eher eine wertfreie Diskussion.

Ich-Botschaften könnten so lauten:

  • Ich fühle mich unsicher und allein gelassen, wenn ich auf dich warten muss
  • Ich bin enttäuscht, wenn ich mich um den Hund / den Haushalt / die Termine alleine kümmern muss
  • Ich wünsche mir von dir, dass wir gemeinsam…
  • Lass‘ uns doch mal in Ruhe über das Thema reden! Wann hast du Zeit dafür?
  • Bitte hilf‘ mir doch bei….
  • Es kränkt mich, so behandelt zu werden.
  • Ich weiß, ich kann das auch alleine schaffen. Aber viel lieber möchte ich mit dir gemeinsam…..

Mit ICH-Botschaften gibt man mehr von den eigenen Gefühlen preis und das schafft Nähe. Es macht jedoch auch verletzlicher, sich zu zeigen. Deshalb braucht man etwas Mut dafür und auch Vertrauen. Aber bei wem sonst wenn nicht beim Partner ist dieses Vertrauen auch gerechtfertigt?!

Mit Ich-Botschaften lassen sich zwar nicht automatisch Konflikte vermeiden, aber es gelingt dadurch viel besser, von der Sachebene auf die Gefühlsebene, die Beziehungsebene zu kommen und offen darüber zu reden, was als kränkend oder belastend empfunden wird.

Möchtest du lernen, mit ICH-Botschaften die Nähe zum Partner wieder herzustellen? Dann kontaktiere mich für ein unverbindliches Informationsgespräch!

Terminvereinbarung

Willst du dich in deiner Beziehung wieder wohlfühlen? Hier kannst du einen 30 Min. Termin für ein kostenloses Erstgespräch mit mir vereinbaren!

Lies‘ hier weiter über die Vorteile der Paarberatung!

Als dipl. psych. Lebensberaterin begleite ich Paare und Einzelpersonen seit 2012 bei allen Themen rund um Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Ich bin gerne deine vertrauensvolle Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, eine gute Lösung für dich und deine Paarbeziehung zu finden!

In meinem Liebesblog schreibe ich über Themen, die mich gerade beschäftigen und ich beantworte Fragen, die mir in der Beratung gestellt werden.

Angelika Erz - Paarberatung Wien

Hier findest du weitere Artikel zum Thema Streit und Kommunikation.

2 Kommentare zu „ICH-Botschaften statt Streit und Vorwürfe“

  1. Ich Botschaften sind eine gute Strategie, damit sich der andere nicht angegriffen wird. Gerade in einer Partnerschaft, wäre es gut klarzumachen, was der eigene Standpunkt für das gemeinsame Vorankommen ist. Ehestreits sind leider an der Tagesordnung.

    1. Ja genau, mit Ich-Botschaften können die eigenen Bedürfnisse besser kommuniziert werden, ohne dass sich der Partner gleich angegriffen fühlt! Im gemeinsamen (Ehe)Alltag ist das aber gar nicht so einfach, weil sich oft schon über längere Zeit viele Kränkungen und Wut angesammelt haben. Meiner Erfahrung nach kann ein Gespräch mit einem neutralen Dritten oft schon dabei helfen, aus diesem negativen Kreislauf auszusteigen und sich wieder an die liebenswerten Gemeinsamkeiten zu erinnern!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen